Leo

Leo zieht ein

Mein Plan einen zweiten Hund zu adoptieren, damit Bentley immer einen Spielkameraden hat, steht schon seit ungefähr Ende 2016. Mitte/Ende 2017 haben wir uns mit dem Thema intensiver beschäftigt, weil Bentley das Alleine-sein mit zunehmendem Alter schwerer fällt, es aber immer so sein wird, dass er täglich für ein paar Stunden zu Hause sein muss.

Zudem wollte ich gerne, nachdem ich meinen Sport kurz vorher, nach 14 aktiven Jahren, aufgegeben hatte, einen Hund, mit dem „man was machen kann“. Der gerne lernt, der Spaß an „Arbeit“ hat. Bentley ist eher so der Kandidat „einfach da sein“. Hört auch gut, aber mehr als Sitz, Platz, und gerade noch so Pfötchen, wollte er nie lerne. Er hatte da schlichtweg keine Lust drauf, eine Rolle zu machen, Männchen zu machen oder sich auf Kommando tot zu stellen. Trotzdem kann ich ihn überall gut ableinen, ohne Angst haben zu müssen, dass er ausbüxt. Selbst wenn ein Hase gesichtet wird, ist er abrufbar. 🙂

Dann begann die Suche nach der „richtigen“ Rasse, bzw. dem richtigen Hund. Da ich schon mit so vielen verschiedenen Rassen, auch längeren, Kontakt hatte, konnte ich viele schon von Anfang an ausschließen.
Ich bin ehrlich gesagt kein großer Freund von reinrassigen Hunden, weshalb ich mich auch hier wieder mehr nach Mischlingen oder Rassen, die noch nicht so fürchterlich überzüchtet sind, umgesehen. Unter anderem stand da der Magyar Vizsla auf der Liste ganz oben.

Nach ein wenig Recherche ist mir ein 8 Monate alter, reinrassiger, Magyar Vizsla aufgefallen, der „aus familiären Gründen“ abzugeben war. Ich habe ziemlich schnell mit den Besitzern einen Termin zum kennenlernen vereinbart, (vor allem auch mit Bentley, denn was bringt es, wenn die beiden sich hinterher nicht verstehen) der leider kurz vorher von deren Seite wieder abgesagt wurde.

Da wir ja keinen Druck hatten, habe ich das Thema Zweithund erstmal wieder ein bisschen schleifen lassen, bis ich morgens aufgewacht bin und mir direkt euphorisch das Handy ins Gesicht gedrückt wurde „Hier schau mal! Das ist doch so einer, wie der, den wir uns anschauen wollten! Was ist denn mit dem? Schreib die doch mal an, dann schauen wir uns den an!“
WOW! Ich muss zugeben so wurde ich noch nie wach. Und so euphorisch, wegen eines Hundes (!!), war mein Freund auch bis dato selten.
Nachdem ich dann auch irgendwann ganz wach war, sah ich mir die Anzeige an:
Ein 12 Wochen alter Magyar Vizsla x Labrador Mischlingswelpe. Zuckersüß! (Bei meinem Freund ist der Vizsla tatsächlich (trotz gaaar keiner Hundeerfahrung, außer der 3 Jahre, die er Bentley, seit er mit mir zusammen ist, hat) im Kopf hängen geblieben. Ich war, bzw bin, tatsächlich ganz schön stolz auf ihn. :D)
Nach einer halben Stunde nachdenken schrieb ich die „Züchter“, die nur 20 km von uns entfernt waren, tatsächlich mal an, und vereinbarte für denselben Tag noch einen Termin.
Tja.. Was soll man sagen. Ich war schon, nur von den Fotos, vorher total verliebt. Als wir das kleine Fellknäuel dann live erlebt haben, war es um mich (uns, das darf ich aber nicht so sagen :D) geschehen. 🙂

Nachdem wir eine Nacht drüber geschlafen haben, alles geklärt hatten mit täglicher Betreuung in der Anfangszeit, wenn wir arbeiten müssen etc., haben wir den kleinen frechen Rüden noch am nächsten Tag (am 12.11.2017) abgeholt.

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Zwei Tage war er quasi ohne Namen, und dann stand fest: Leo von Leo Löwenherz, da er sich, vor allem als er wirklich noch ein Baby war, bewegt hat wie ein kleines Löwenbaby.