Leo, Rettungshundeausbildung

Eignungstest 16.09.2018

Der Eignungstest liegt jetzt schon eine Woche hinter uns.

Eignungstest – was ist das eigentlich?!

Seit März diesen Jahres sind wir nun in der Rettungshundestaffel aktiv und der „Rettungshunde-Eignungstest“ ist die erste Hürde auf dem Weg zum geprüften, einsatzfähigen Rettungshund.

Es werden verschiedene Elemente geprüft, die das Wesen und das Verhalten des Hundes in verschiedenen Situationen zeigen:

1. „Verhalten gegenüber einer Fremdpersonengruppe“
Eine Gruppe aus vier bis fünf Personen bekam Futter und musste Leo nacheinander zu sich rufen und er muss neugierig und freundlich hinlaufen, sich anfassen lassen.
Im Anschluss liefen die Personen erst im normalen Geh-Tempo, dann etwas schneller und im Laufschritt auf uns in der Mitte zu.
Leo musste sich noch von einer Fremdperson tragen lassen und eine Person lief auf uns zu, fiel vor uns hin und rannte schreiend weg.

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2. „Verhalten bei optischen Umwelteinwirkungen“
Ein flatterndes Tuch, an dem wir vorbei gehen mussten, eine blaue Tonne, die auf uns zugerollt ist, ein Schirm, der in unsere Richtung aufgespannt wurde und eine humpelnde Person mit flatternder Kleidung, die an uns vorbei gelaufen ist.

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3. „Spielen mit einen Gegenstand“
Spieltrieb und sich motivieren lassen mit einem Spielzeug (das IKEA-Bärchen 😀 ) war bei Leo gar kein Problem. 😀

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4. „Verhalten bei akustischen Einwirkungen“
Ein vorbeifahrendes, laut hupendes Auto, eine Metalltonne, mit der ordentlich Krach gemacht wurde und eine laufende Bohrmaschine, an der wir vorbei laufen mussten.

5. „Verhalten bei Feuer und Rauch“
Eine kleine Tonne, in der ein wenig Feuer und Rauch gemacht wurde, und um die wir herumlaufen mussten.

6. „Verträglichkeit mit anderen Hunden“
Im Slalom mussten wir durch eine Reihe anderer Hunde laufen, im Anschluss wurde Leo von einer Fremdperson nochmal durch die Reihe mit Fremdhunden geführt.

7. „Gewandtheit“
Über eine kleine Brücke, durch einen Tunnel und über drei verschiedene Untergründe, bei uns Kieselsteine, eine Plastikwellpappe und ein Stück auf dem Boden liegender Zaun, musste er laufen.

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8. „Verweistest“
Leo musste zum Schluss noch zeigen, dass er „finden“ will, und eine VP (=Versteckperson) anzeigen will. Das Bellen hat im Training sonst immer besser geklappt, aber hier sollte erstmal nur zeigen, dass er den Drang hat hinzulaufen.

Wichtig ist, dass der Hund kein aggressives Verhalten zeigt oder in Panik gerät. Leo hat alles super gemacht und selbst die Brücke und den Tunnel, den er anfangs nicht ganz so toll fand, hat er perfekt gemacht. Zu der Brücke hat er mich im Eignungstest sogar richtig hingezogen, weil er unbedingt drauf wollte. Klar, hat im Training ja auch immer viele Leckerchen gegeben.. 😀

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Ich war vorher tatsächlich mega nervös, was ehrlich gesagt totaler Quatsch war! Aber wie das immer so ist, hinterher ist man halt schlauer! 😀

Leo, Rettungshundeausbildung

Rettungshund in Ausbildung

Ich wurde in letzter Zeit sehr häufig gefragt „Warum Rettungshundestaffel?“

Wie schon in meinem Beitrag „Leo zieht ein“ beschrieben, wollte ich damals einen Hund, mit dem ich „etwas machen kann“. Ein gemeinsames Hobby, mehr als „nur“ spazieren gehen. Agility oder sonstiges fiel schnell weg, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass uns das großartig Spaß bringt.

Ich habe dann an solche Sachen wie Begleithundeprüfung etc. gedacht, und mir eigentlich auch schon vorgenommen, so etwas zu machen, bis ich durch Zufall in unserer Hundeschule davon erfahren habe, dass wir in unserem Ort eine Rettungshundestaffel haben! Zwei Wochen vorher hatte ich tatsächlich sogar explizit danach geoogelt, aber nur in der 40 km entfernten nächsten größeren Stadt etwas gefunden, was mir persönlich neben Arbeit zu viel Fahrerei gewesen wäre.

Ich habe noch am selben Tag Kontakt mit der Staffelleitung aufgenommen und für den kommenden Mittwoch den „sich angucken“ Termin vereinbart. Da ich mich schon lange im Voraus damit beschäftigt habe, wusste ich natürlich, dass die eventuelle Entscheidung, dort mitzumachen, natürlich auch bedeutet, dass das ein sehr zeitintensives Hobby sein wird.

Gesagt, getan. Den Mittwoch habe ich das erste Mal dort „mitgemacht“ und ich muss sagen ich war sofort total begeistert. Für mich war nach dem ersten Mal schon klar, dass ich das mit Leo machen möchte. Das war übrigens am 14.03.2018. Nun haben wir schon Mitte Juli, wir sind immer noch begeistert dabei, Leo macht super Fortschritte, hat Spaß daran, ist ausgeglichen und vor allem das Ziel, irgendwann mal Menschen damit helfen zu können ist das, was mir so gut gefällt.

Leo wird zum Flächensuchhund ausgebildet, das heißt er muss jeglichen menschlichen Geruch auf der zu durchsuchenden Fläche aufnehmen, im Besten Fall einen Menschen finden und dann anzeigen (Leo durch verbellen, da gibt es aber verschiedene Anzeigearten), dass er jemanden gefunden hat.

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Auf diesem Blog werde ich euch natürlich auch weiterhin mit auf unsere Reise bis zum ausgebildeten Rettungshund mitnehmen! (Was aber übrigens ca. 2 bis 3 Jahre dauern wird.) 😀

Leo

Leo zieht ein

Mein Plan einen zweiten Hund zu adoptieren, damit Bentley immer einen Spielkameraden hat, steht schon seit ungefähr Ende 2016. Mitte/Ende 2017 haben wir uns mit dem Thema intensiver beschäftigt, weil Bentley das Alleine-sein mit zunehmendem Alter schwerer fällt, es aber immer so sein wird, dass er täglich für ein paar Stunden zu Hause sein muss.

Zudem wollte ich gerne, nachdem ich meinen Sport kurz vorher, nach 14 aktiven Jahren, aufgegeben hatte, einen Hund, mit dem „man was machen kann“. Der gerne lernt, der Spaß an „Arbeit“ hat. Bentley ist eher so der Kandidat „einfach da sein“. Hört auch gut, aber mehr als Sitz, Platz, und gerade noch so Pfötchen, wollte er nie lerne. Er hatte da schlichtweg keine Lust drauf, eine Rolle zu machen, Männchen zu machen oder sich auf Kommando tot zu stellen. Trotzdem kann ich ihn überall gut ableinen, ohne Angst haben zu müssen, dass er ausbüxt. Selbst wenn ein Hase gesichtet wird, ist er abrufbar. 🙂

Dann begann die Suche nach der „richtigen“ Rasse, bzw. dem richtigen Hund. Da ich schon mit so vielen verschiedenen Rassen, auch längeren, Kontakt hatte, konnte ich viele schon von Anfang an ausschließen.
Ich bin ehrlich gesagt kein großer Freund von reinrassigen Hunden, weshalb ich mich auch hier wieder mehr nach Mischlingen oder Rassen, die noch nicht so fürchterlich überzüchtet sind, umgesehen. Unter anderem stand da der Magyar Vizsla auf der Liste ganz oben.

Nach ein wenig Recherche ist mir ein 8 Monate alter, reinrassiger, Magyar Vizsla aufgefallen, der „aus familiären Gründen“ abzugeben war. Ich habe ziemlich schnell mit den Besitzern einen Termin zum kennenlernen vereinbart, (vor allem auch mit Bentley, denn was bringt es, wenn die beiden sich hinterher nicht verstehen) der leider kurz vorher von deren Seite wieder abgesagt wurde.

Da wir ja keinen Druck hatten, habe ich das Thema Zweithund erstmal wieder ein bisschen schleifen lassen, bis ich morgens aufgewacht bin und mir direkt euphorisch das Handy ins Gesicht gedrückt wurde „Hier schau mal! Das ist doch so einer, wie der, den wir uns anschauen wollten! Was ist denn mit dem? Schreib die doch mal an, dann schauen wir uns den an!“
WOW! Ich muss zugeben so wurde ich noch nie wach. Und so euphorisch, wegen eines Hundes (!!), war mein Freund auch bis dato selten.
Nachdem ich dann auch irgendwann ganz wach war, sah ich mir die Anzeige an:
Ein 12 Wochen alter Magyar Vizsla x Labrador Mischlingswelpe. Zuckersüß! (Bei meinem Freund ist der Vizsla tatsächlich (trotz gaaar keiner Hundeerfahrung, außer der 3 Jahre, die er Bentley, seit er mit mir zusammen ist, hat) im Kopf hängen geblieben. Ich war, bzw bin, tatsächlich ganz schön stolz auf ihn. :D)
Nach einer halben Stunde nachdenken schrieb ich die „Züchter“, die nur 20 km von uns entfernt waren, tatsächlich mal an, und vereinbarte für denselben Tag noch einen Termin.
Tja.. Was soll man sagen. Ich war schon, nur von den Fotos, vorher total verliebt. Als wir das kleine Fellknäuel dann live erlebt haben, war es um mich (uns, das darf ich aber nicht so sagen :D) geschehen. 🙂

Nachdem wir eine Nacht drüber geschlafen haben, alles geklärt hatten mit täglicher Betreuung in der Anfangszeit, wenn wir arbeiten müssen etc., haben wir den kleinen frechen Rüden noch am nächsten Tag (am 12.11.2017) abgeholt.

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Zwei Tage war er quasi ohne Namen, und dann stand fest: Leo von Leo Löwenherz, da er sich, vor allem als er wirklich noch ein Baby war, bewegt hat wie ein kleines Löwenbaby.