Bentley

Bandscheibenvorfall 2.0

Wir sind leider nicht verschont geblieben vor einem zweiten Mal. Aber ich fange am Besten mal von vorne an ..

Am 15.12.2019 waren wir morgens noch, zusammen mit Frida, eine Runde in Bad Zwischenahn spazieren, bevor wir von unserem Wochenendtrip nach Hause gefahren sind. Kurz vor Ende des Spaziergangs ist Frida ganz ungünstig in Bentley reingerannt und er hat so laut gequiekt und gejammert, das habe ich so noch nie gehört. Er ist den restlichen Spaziergang dicht bei uns geblieben und hat sich nicht mehr bewegt als nötig.

Sonntagabend, als wir wieder zu Hause waren, lag Bentley nur noch rum und fing abends an zu zittern. Beim abtasten konnte ich so leider nichts feststellen, weil er keinen Mucks gesagt hat. Am nächsten Tag war es auch nicht wirklich besser, weshalb ich abends nach der Arbeit direkt mit ihm zu unserem Tierarzt gefahren bin. Dort wurden Röntgenbilder gemacht, auf dem man leider nichts erkennen konnte. Wir haben ein Schmerzmittel bekommen und sind erstmal wieder nach Hause, weil er ansonsten noch keinerlei Anzeichen eines weiteren Bandscheibenvorfalls gezeigt hat.

Leider brachte das Schmerzmittel nur am ersten Tag mäßigen Erfolg, weshalb ich am Mittwoch wieder zum Tierarzt bin. Daraufhin hat er Phen Pred bekommen, welches ihm innerhalb weniger Stunden so sehr geholfen hat. Ihm ging es stündlich viel besser, er ist aber trotzdem noch nicht wieder aufgestanden, wenn man nach Hause kam, zum fressen ist er nicht in die Küche gekommen und richtig Appetit hatte er auch nicht. Unsere kleinen Mini-Spaziergänge waren im Rentner-Tempo. Der Zustand hat sich danach nicht mehr verbessert, aber auch nicht wieder verschlechtert. Am 22.12.19 lag er mittags dann aber sogar wieder auf dem Rücken in seinem Körbchen, weshalb ich guter Dinge war, dass es doch wieder werden würde.

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Als ich Sonntag abends, ebenfalls der 22.12.19, unterwegs war und von meinem Freund eine Nachricht mit „Mit Bentley ist gar nichts mehr in Ordnung, er zittert wieder ganz doll und jammert.“ bekam hab ich schon fast mit dem Schlimmsten gerechnet, wollte es aber nicht wahr haben. Zu Hause angekommen habe ich Bentley vorsichtig aus dem Nest genommen, um zu schauen in welcher Verfassung die Hinterbeinchen sind und ob evtl. auch schon wieder Lähmungserscheinungen auftreten. Dem war leider so.. Noch lange nicht so extrem wie beim ersten Mal, aber mir war klar, dass ich am nächsten Tag direkt wieder zum Tierarzt fahre. Leider musste ich erst im Büro ein paar Dinge fertig machen, weshalb ich dann gegen Mittag erst zu unserem Haustierarzt gefahren bin, um mich kurz mit ihm zu besprechen, und danach direkt weiter in die Klinik, in der Bentley vor zwei Jahren auch operiert wurde.

Der Alptraum überhaupt, wenn man schildert, was passiert ist, und dir eine Tierärztin sagt „Es wird ein CT gemacht und dann müssen wir sehen, was und ob wir was machen können. Nach so einem Zusammenprall kann natürlich auch das Rückenmark verletzt worden sein.“. Dann stimmt man zu, dass die Untersuchungen und Behandlungen gemacht werden dürfen, man nimmt Halsband und Leine, Hund wird von der Tierärztin auf den Arm genommen und man geht ohne den Hund raus. Ich musste vorne an der Rezeption noch irgendwas unterschreiben, dass die OP gemacht werden darf, wenn was gefunden wird, aber irgendwie ist das alles nur noch wie ein Film abgelaufen. Die Tatsache, dass Bentley über Weihnachten da alleine in der Klinik bleiben muss war so schlimm. Ich wusste von der ersten OP, dass er sich da die Nase aufschubbern würde, weil er raus aus dem „Knast“ will.
Beim ersten Bandscheibenvorfall (den Beitrag dazu findet ihr hier > Bandscheibenvorfall 1.0) hatte Bentley drei Tage lang die Hinterbeine gelähmt und die Klinik hat das so toll wieder hinbekommen, weshalb ich natürlich eigentlich ein gutes Gefühl hatte, dass die das wieder gut machen, aber es ist halt trotzdem doof, wenn man den Hund für mehrere Tage einfach irgendwo in fremder Umgebung mit Schmerzen etc. lassen muss.

Die Klinik wollte anrufen, sobald das CT gemacht ist und eine Diagnose gestellt werden konnte. Um 14 Uhr war ich wieder aus der Klinik zu Hause, musste noch einkaufen für unser Raclette an Heiligabend und einkaufen einen Tag vor Weihnachten macht ja so Spaß … NICHT. Wo ich einkaufen sowieso schon hasse, egal wann. Ich hatte irgendwie generell auf nichts mehr Bock, weil ich Angst hatte, dass es dieses Mal nicht „nur“ ein Bandscheibenvorfall ist .. Selbst wenn gibt es Bandscheibenvorfälle, die nicht operiert werden können, etc.. Man macht sich so so viele Gedanken. Nur knapp eine Stunde später, um 14.53 Uhr rief die Klinik schon an, das CT war gemacht, es war ein weitere Bandscheibenvorfall, sie würden ihn jetzt direkt operieren und sich danach wieder melden. Das war der erste Anruf, der ein biiiisschen Erleichterung bei uns hervorgerufen hat. Nur 1,5 Stunden später, um 16.28 Uhr, rief die Tierärztin schon wieder an, dass die OP super verlaufen sei, sie viel Bandscheibenmaterial gewinnen konnten und er auch langsam schon aufwacht.
Danach durften wir jeden Tag anrufen, haben jeden Tag gehofft, dass er nach Hause darf. Am ersten Weihnachtstag haben wir sogar schon irgendwie damit gerechnet und waren suuuuper niedergeschlagen, als es hieß er müsste noch bis mindestens zweiten Weihnachtstag bleiben. Es war so schlimm, weil sie dann zum Beispiel sagen „Er setzt auch schon selbstständig Urin in seiner Box ab.“. Okay, einerseits super, denn es gibt Hunde nach Bandscheibenvorfällen, die dabei Hilfe brauchen und Kot/Urin nicht mehr selbstständig abgeben können. Aber andererseits ist es für einen stubenreinen Hund halt irgendwie schlimm, in seinem „Nest“ Pippi zu machen .. Das machen sie dann ja wirklich erst, wenn sie soooo dringend müssen, dass sie es nicht mehr halten können.

Am zweiten Weihnachtstag durften wir ihn dann aber abholen und ich hatte Mühe ihn langsam zum Auto zu führen, weil er einfach nur raus und weg wollte, fast schon versucht hat selber in den Fußraum zu springen. Er sollte noch 5 weitere Tage Antibiotikum bekommen und 3 Tage Schmerzmittel.. Die Schmerzmittel wirkten aber nicht. Er lag den ganzen Tag nur im Nest rum, hat gezittert, keinen Appetit und war total teilnahmslos. Klar, das war ja auch eine krasse OP, aber es war alles ganz anders als nach dem ersten BSV. Da hat er sich danach sofort wieder aufs Fressen gefreut und ich hatte Mühe, dass er im Nest liegen bleibt..

 

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Back Home. ❤

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Ich habe direkt am nächsten Tag bei unserem Haustierarzt ein weiteres Schmerzmittel geholt, was ich ihm zusätzlich geben kann bei Bedarf, und etwas, was den Magen schützt vor den ganzen Medikamenten. Damit ging es einigermaßen, man hat ihm aber trotzdem noch die starken Schmerzen angemerkt. Gefressen hat er auch nur ganz zaghaft und nur, wenn ich es ihm ins Nest gebracht habe.

In der Nacht vom 29. auf 30.12. hat Bentley sein Futter, was er im Zeitraum von ca. 12 Stunden vorher gefressen hat, nahezu unverdaut wieder ausgekotzt. Unter anderem auch Babybrei Karotte/Kartoffel, der ja wirklich nicht schwer zu verdauen ist, was mir dann doch irgendwie zu denken gegeben hat und ich bin (wiiiiieder einmal) am Montag zum Tierarzt. Er hat etwas gegen Übelkeit bekommen, wir haben das Antibiotikum direkt abgesetzt, was er zu dem Zeitpunkt auch schon 7 Tage bekommen hat, und sind auf ein anderes Schmerzmittel umgestiegen. Außerdem bin ich sofort los und habe alles für Schonkost besorgt, hab Hühnchen gekocht und er hat mehrere kleinere Portionen bekommen. Trotz des Mittels gegen Übelkeit wurde sein Appetit nicht deutlich besser, aber wir haben die Schmerzen mit dem anderen Schmerzmittel endlich in den Griff bekommen. Ehrlich gesagt habe ich mir dabei gar nicht viel gedacht..

Am 02.01.20 wurden die Fäden gezogen und die Wundheilung ist und war bei ihm super. Die Narbe sieht so schön aus, das Fell ist schon wieder ordentlich nachgewachsen.

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Das Laufen wurde bis zu dem Zeitpunkt von Tag zu Tag auch deutlich besser und wir haben jeden Tag kleine Übungen gemacht, die uns die Physiotherapeutin vor zwei Jahren gegeben hat. Die Nerven scheinen sich also dieses Mal genauso gut zu erholen wie beim letzten Mal.

So, jetzt aber erstmal genug. Teil 2 folgt bald … 🙂

Bentley

Sechs Wochen Wolfosan

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Wir, bzw. Bentley, darf mittlerweile schon seit sechs Wochen testen, wie das Leben mit Wolfosan von tiershop.de ist.
(Die genaue Krankengeschichte von Bentley könnt ihr in unserem Blogbeitrag „Diagnose Bandscheibenvorfall“ lesen.)

Da ich sowieso schon länger auf der Suche nach etwas war, dass ich Bentley unterstützend geben kann, habe ich mich natürlich umso mehr darüber gefreut, als wir vor knapp sieben Wochen von der lieben Ramona von tiershop.de angeschrieben wurden, mit der Frage, ob wir Interesse an einer Kooperation für das Wolfosan hätten.

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Seit der OP im Januar gab es immer mal wieder schlechte und gute Tage.
Ab und zu ist er beim Pipi machen umgekippt, weil das Beinchen plötzlich nicht mehr so wollte wie er, oder er lief plötzlich auf drei Beinen, weil er das typische Jack Russel Problem mit den Knien auch hat.
Dann gab es aber auch Tage, wo er begeistert immer wieder Leo zum Spielen aufgefordert hat und wie ein junges Reh durch den Garten gehüpft ist.

Seit er das Wolfosan bekommt ist das merklich besser geworden.
Die schlechten Tage sind so gut wie weg und er ist im Gesamten wieder viel fitter und vor allem zufriedener. 🙂
Die Zusammensetzung aus Grünlippmuschel, Ingwer, Teufelskralle, organischem Schwefel, und Chondroitinsulfat unterstützt Gelenke, Bindegewebe und Gelenkkapseln.
Bentley bekommt jeden Tag eine Tablette pulverisiert in sein Futter, da er sie pur nicht frisst, was aber kein Problem darstellt, weil sich die Tablette super einfach durchbrechen lässt.

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Eine absolute Kaufempfehlung von Bentley und mir! 😎

Vielen Dank an das gesamte Team von tiershop.de! ❤

 

Bentley

Diagnose Bandscheibenvorfall

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch von unserem, doch ziemlich holprigen, Start ins Jahr 2018 berichten.

17.01.2018
Mit einer Nachricht per WhatsApp fing alles an: „Bentley bewegt sich heute kaum und zittert seit 2 Stunden ganz doll.“ Sie kam kurz bevor ich Feierabend hatte. Als ich Bentley geholt habe, war er tatsächlich nicht gut zufrieden. Er zitterte, hat sich gekrümmt und ich habe sofort Bauchschmerzen vermutet. Da es bis dahin schon kurz nach 18 Uhr war bin ich zum tierärztlichen Notdienst im Ort nebenan gefahren, was sich hinterher als das einzig falsche herausstellte, aber nunja.. Hinterher ist man immer Schlauer, oder wie heißt es so schön?!
Nach einer Spritze gegen die Schmerzen, ausdrücken der Analdrüse (Warum?!) und dem Satz „Sollte morgen wieder besser sein“ wurden wir nach Hause geschickt. Diagnose: Bauchschmerzen, nachdem ich gesagt habe „Ich hab‘ das Gefühl, er hat vielleicht Bauchschmerzen?“. Wenn das so ist, wieso bin ich dann nicht Tierarzt geworden?!

Tja .. Zu Hause angekommen standen überraschenderweise ein paar Leute vor der Tür, die meinen Geburtstag (ja, der war auch am selben Tag) mit mir feiern wollten. Mit Bentley wurde es im Laufe des Abends überhaupt nicht besser.. Als er gegen 23 Uhr von seinem Sessel, auf dem er bis dahin immer geschlafen hat, heruntergesprungen ist, und auf seinen Hinterbeinen total wackelig war, war ich mehr als besorgt, wollte aber die Nacht abwarten.

18.01.2018
Am nächsten Morgen aufgewacht konnte Bentley kaum noch auf seinen Hinterbeinen stehen, geschweige denn laufen. Sobald man ihn an einer Seite angestupst hat, ist er zusammen gesackt. Ich musste leider zur Arbeit, habe aber sofort organisiert, dass Mama mit ihm zum Tierarzt fährt. Zu dem Tierarzt meines Vertrauens, bei dem ich bisher immer war, der mich anrufen sollte, sobald er sich Bentley angeschaut hat. Der Anruf war furchtbar. Bentley dürfe heute nicht mehr transportiert werden und solle bei meiner Mama bleiben, er vermutet, bzw hofft, dass er einen Bluterguss am Rücken hat, wolle ihn am nächsten Tag wieder sehen. Wenn es dann noch nicht deutlich besser ist, müsse Bentley geröntgt werden. Weil mir ab dem Zeitpunkt klar war, dass das eine längere Geschichte ist, habe ich mir direkt für den nächsten Tag Urlaub genommen, um selber mit ihm fahren zu können.

19.01.2018
Der Morgen darauf war überhaupt nichts besser, sodass wir gar nicht lange nachgedacht haben, und zu einer Praxis im nächsten Ort gefahren sind, um Röntgenbilder machen zu lassen.
Die Tierärztin hat ihn nochmal untersucht, festgestellt, dass kein Stellreflex und auch sonst nur noch wenig eigene Bewegung der Hinterläufe vorhanden war.
Das Ergebnis der Bilder war ebenfalls ernüchternd. Krumm wie eine buckelige Katze, er hat seinen Rücken überhaupt nicht mehr gerade machen können. Die Bandscheibe zwischen Lenden und Brustwirbelsäule hat sich verschoben und drückte auf den Rückenmarkskanal, weshalb die Nerven eingeklemmt waren. Zusätzlich wurde Spondylose diagnostiziert, die jedoch zum aktuellen Zeitpunkt noch keinen Ärger macht, und Auslöser der Lähmung ausschließlich der Bandscheibenvorfall ist.
Fest stand jetzt, dass nur noch eine OP ihm helfen könnte. Auf die Frage „Wie sinnvoll ist diese OP?“ antwortete die Tierärztin nur „Dazu kann ich Ihnen hier nichts sagen, dass können Ihnen nur die Ärzte aus der Klinik sagen.“
Ab dem Zeitpunkt habe ich mich tatsächlich auch auf die Tatsache, dass er vielleicht erlöst werden müsste, eingestellt. Ein furchtbarer Gedanke, mit dem wir zur Klinik gefahren sind. In der Klinik angekommen waren wir zuerst erstaunt, von der Größe und der Optik. Eigenes Tumorzentrum und solche Dinge. Alles super gepflegt und man wurde toll aufgenommen. Lange warten mussten wir auch nicht, und nach einer kurzen Untersuchung war dem Arzt klar, dass eine OP auf jeden Fall sinnvoll ist, die Heilungschancen sehr hoch sind aber auch zeitnah, also am selben Tag, operiert werden muss. Nachdem er uns über die hohen Kosten informiert hat, war für uns trotzdem klar, dass wir es versuchen. Er ist ja nunmal erst 5 und sein Kopf funktioniert doch noch.. Warum also einschläfern?! Und wenn er einen Hunderollstuhl bekommen muss..
Plötzlich ging alles ganz schnell, eine Tierarzthelferin kam, nahm Bentley auf den Arm und war schon fast mit ihm verschwunden. Der TA würde sich nach der OP melden… Und dann vergingen Stuuuuuunden. Um 14 Uhr haben wir die Klinik, ohne Bentley, verlassen. Der erlösende Anruf, dass alles gut gelaufen sei, kam um 22 Uhr abends. Die lange Wartezeit hat uns wahnsinnig gemacht..
Ein Stück des Wirbelkörbers wurde entfernt, ein Loch hineingebohrt um zur Bandscheibe vorzudringen, und deren Flüssigkeit abzusaugen, damit der Druck auf das Rückenmark verschwindet.
Nun sollte er noch vier bis fünf Tage dort bleiben, um zu schauen, ob sich alles gut regeneriert, anrufen darf ich jeden Tag zwischen bestimmten Uhrzeiten, um mit dem Arzt zu sprechen, wie er sich macht.

20.01.2018
Trotz meines Geburtstagsbesuches telefonierte ich mittags mit der Klinik, die sehr zufrieden mit den ersten, nicht ganz, 24 Stunden nach der OP waren. Er kann selbstständig Urin absetzen, was wohl nach dieser Erkrankung scheinbar nicht immer so selbstverständlich ist und eine minimale Besserung bezüglich Bewegung der Hinterläufe war auch schon zu erkennen. Es war Glück, dass wir so schnell erkannt haben, was er hat und er so schnell operiert wurde.

21.01.2018
Weiterhin sehr gute Verbesserung. Er wusste wahrscheinlich, dass er schnell wieder nach Hause kommt, wenn er Fortschritte macht. 😀

22.01.2018
Unerwartet kam gegen Mittag ein Anruf aus der Klinik, dass Bentley schon am dritten Tag nach OP nach Hause darf! Er hat sich sehr gut entwickelt. Nun musste ich nur noch in der Firma klären, dass ich spontan eine Woche Urlaub bekomme, um die Krankenpflegerin für Bentley zu machen. Er sollte sich erstmal so wenig wie möglich, und wenn dann kontrolliert mit Unterstützung, bewegen und Physiotherapie bekommen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich mit dem Thema Physiotherapie für Hunde vorher noch nicht so beschäftigt habe.
Die Zeit war anstrengend. Leo war zu dem Zeitpunkt vier Monate alt, und wollte nunmal auch beschäftigt werden. Vor allem hat er nicht verstanden, wieso er plötzlich nicht mehr mit seinem kleinen Kumpel spielen darf/kann.

Zum Glück hat er total schnell Fortschritte gemacht, konnte nach zwei Wochen schon wieder fast alleine langsam gehen ohne umzukippen und immer wegzuknicken.

Heute, nach fast genau 6 Monaten, bin ich mehr als froh, dass wir diese, ja ziemlich teure, OP haben durchführen lassen. Zwar macht man sich nun durch den Zufallsbefund der Spondylose auch jeden Tag Gedanken, wie lange es wohl dauert, bis ihn das beeinträchtigt, und er hat auch von dem BSV noch Beeinträchtigungen, die wohl immer bleiben werden, aber er kann damit gut leben, hat keine Schmerzen und ist glücklich.
Er tobt wieder mit Leo, fordert ihn selbstständig zum Spielen auf, rennt bei Spaziergängen genauso durch den Wald und über die Wiesen wie vorher, nur dass er halt ab und zu mal hinfällt und halt seine Hinterläufe nicht mehr immer so kontrollieren kann, wie er das gerne hätte.

Habt ihr mit euerm Hund schonmal ähnliche Krankheitsgeschichten erlebt? Ich freue mich auf eure Erzählungen! 🙂